Carinas Spendentriathlon

Veröffentlicht06.08.2026

BOS-Spenderin Carina erfüllte sich nach zwölf Jahren Unterstützung der BOS Foundation einen lang gehegten Traum und reiste als Volunteer nach Borneo. Die Begegnungen mit den Orang-Utans und die Einblicke in die wertvolle Arbeit vor Ort haben sie tief bewegt. Um den Schutz der bedrohten Waldmenschen weiter zu unterstützen, verbindet sie nun ihren ersten Triathlon mit einem Spendenaufruf zugunsten der BOS Foundation.

Weshalb ihr dieses Herzensprojekt so wichtig ist und welche Erlebnisse sie auf Borneo besonders geprägt haben, erzählt sie in ihrem persönlichen Erfahrungsbericht.

Sind wir nicht alle ein bisschen orange?

"Mein Name ist Carina und Tiere sind meine Passion. Doch ganz besonders schlägt mein Herz für unsere orangefarbenen Artgenossinnen und Artgenossen mit ihren überproportional langen, roten Armen. Orang-Utans wirken fast wie Wesen aus einer anderen Welt und doch sind sie uns unglaublich ähnlich.

Wie es zu meiner Orang-Utan-Liebe kam? Ganz einfach:

In der Oberstufe hielt ich einen Vortrag über Tierschutz. Dort ging es um bedrohte Tierarten weltweit. Ich blieb irgendwie bei den Orang-Utans hängen, weil wir Menschen so viel mit ihnen gemeinsam haben. So entschied ich mich damals, für die BOS Foundation eine monatliche Spende einzurichten.

Nun, nach 12 Jahren, war es dann endlich so weit und ich habe mir meinen lange gehegten Traum erfüllt: eine Reise zu den Waldmenschen nach Borneo, Indonesien. Ich wollte mir selbst ein Bild von der Arbeit der BOS Foundation machen und war neugierig zu sehen, wo mein Geld die ganzen Jahre hingeflossen ist. Und was soll ich sagen? Ich bin absolut begeistert, froh und dankbar, dass ich mich damals für genau diese Tierschutzorganisation entschieden habe. Mit eigenen Augen habe ich die absolut wertvolle Arbeit und das Engagement der Mitarbeitenden vor Ort gesehen. Darunter waren Tierärzt*innen, Tierpflegende, Technik-Leute, das Release-Team und viele weitere Fachpersonen.

Im «Orang-Utan-Camp» durfte ich als Volunteer unglaublich viel Neues sehen und lernen. So habe ich das erste Mal mit einer Machete Bambus gefällt, um diesen in einzelne Stücke zu sägen und mit Leckereien für die Orang-Utans zu füllen (u. a. mit Kürbiscreme, Nüssen jeglicher Art, Rosinen und ja, sogar Popcorn kam hinein).

Wir durften den Tierpflegenden über die Schultern schauen, Obst- und Gemüseportionen richten. Sogar eine kleine Wasserparty für die Orang-Utans stand eines Nachmittags auf dem Programm. Manche Menschenaffen liebten die Erfrischung bei über 30 °C und konnten kaum genug davon bekommen. Anderen war nicht sehr wohl dabei. Diese liessen wir natürlich aus.

Zwei Bootstouren auf dem Fluss zwischen den Vorauswilderungsinseln führten uns tief in den Dschungel hinein und wir konnten etliche Orang-Utans in ihrem natürlichen Habitat beobachten. Ein weiteres Highlight war der Besuch in der Dschungel-Schule. Dort werden die Orang-Utan-Waisenkinder versorgt, gepflegt und gefördert. Sie lernen alles, was sie für ein freies Leben im Urwald brauchen. Normalerweise ist das die Aufgabe ihrer Mütter, mit denen sie ihre ersten 6–8 Lebensjahre gemeinsam verbringen. Den Müttern ist jedoch etwas zugestossen, weshalb die Kleinen – wenn sie Glück haben – in den liebevollen Händen der BOS-Mitarbeitenden gelandet sind.

Die Gene von Orang-Utans stimmen zu 97 % mit menschlichen Genen überein. Sie sind unglaublich klug, humorvoll, verspielt und gefühlvoll. Nie werde ich vergessen, wie ein etwa 90 kg schweres und vor Muskeln strotzendes Orang-Utan-Männchen mit seinen weichen Lippen ganz vorsichtig ein paar lila Blüten von einem Zweig abzupfte. Diese schmecken wohl besonders lecker und gelten als Delikatesse für die Waldmenschen, die sich überwiegend vegetarisch ernähren.

Orang-Utans gehören in die Natur und in ein Leben in Freiheit. Unsere Natur müssen wir schützen, damit auch zukünftige Generationen von ihrer Schönheit und Faszination profitieren können. Ganz nebenbei ist die Natur auch unsere eigene Lebensgrundlage. BOS kauft Landflächen an, damit Orang-Utans wieder ausgewildert werden können und als Schirmart das Überleben des gesamten Ökosystems sichern können. Wenn sie geschützt sind, schützen wir gleichzeitig etliche weitere Tierarten.

Um diesem Ziel ein Stück näher zu kommen, starte ich einen Spendenaufruf, der gleichzeitig eine sportliche Challenge für mich bedeutet. Am 15. August 2026 werde ich an meinem ersten Triathlon in Nagold (Nordschwarzwald) teilnehmen. Begleitet von meinem Plüsch-Orang-Utan werde ich schwimmen, Rad fahren und joggen. Ich freue mich über jede Spende für mein Herzensprojekt, auch wenn sie noch so klein sein mag."

Jetzt spenden und Stichwort "Carina" nicht vergessen